Die bekanntesten Zahnbleichmittel

Als Zahnbleichmittel wird in der Regel Wasserstoffperoxid verwendet, oder auch Carbamidperoxid, welches aus Wasserstoffperoxid und Harnstoff besteht. Diese Bleichmittel werden nicht nur zur Zahnaufhellung, sondern auch zum Bleichen der Haare sowie zum Bleichen von Papier und Textilien verwendet. 

In sehr geringer Konzentration werden diese Bleichmittel auch in bestimmten Mundspülungen und Zahncremes eingesetzt, um eine leicht bleichende Wirkung oder eine desinfizierende Wirkung zu erzielen. Aber auch um gleichzeitig Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Geringe Konzentrationen an Wasserstoffperoxid werden auch zum Desinfizieren von Kontaktlinsen eingesetzt.

Wie funktioniert die Zahnaufhellung mit Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid?

Beim Zähnebleichen wird ein Bleichgel mit Hilfe einer speziellen Zahnschiene (z.B. whitify), mit Hilfe eines speziellen Stifts (z.B. superWeiss Whitening Pen) oder kleinen Folienstreifen (z.B. lovely white Whitestrips) mit den Zähnen in Berührung gebracht. Das Bleichgel enthält Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid, neben anderen Inhaltsstoffen wie Geschmacksstoffen (für einen angenehmeren, frischeren Geschmack) oder Stoffen, die eine schnellere Remineralisation der Zähne nach dem Bleichvorgang gewährleisten. 

Das Peroxid dringt in die Zähne ein und reagiert dort mit den Molekülen, die für die unschönen Zahnverfärbungen verantwortlich sind. Genau findet dabei chemisch betrachtet eine Oxidation steht, es wird Sauerstoff freigesetzt, der sich nur auf organisches Material auswirkt, wie z.B. die Verfärbungen. Der Zahnschmelz und unterschiedliche Formen von Zahnersatz werden von der Bleichwirkung generell nicht beeinflusst. Je höher die Peroxid-Konzentration ist, desto stärker ist grundsätzlich auch der aufhellende Effekt. Beim Zahnarzt ist die Konzentration zumeist deutlich höher als bei Produkten für den Hausgebrauch.

Sind Zahnbleichmittel schädlich?

Bei korrekter Anwendung und nicht zu hoher Konzentration sind Zahnbleichmittel gesundheitlich in der Regel unbedenklich. Bei äußerst hohen Peroxid-Konzentrationen (30% aufwärts) kann es jedoch zu einer aufrauenden Wirkung auf den Zahnschmelz kommen. 

Eine derart hohe Konzentration darf aber bei Zahnaufhellern für zu Hause in Deutschland gar  nicht verwendet, auch beim professionellen Bleaching beim Zahnarzt werden derart hohe Konzentrationen mittlerweile kaum noch verwendet. Bei einer so hohen Konzentration an Zahnbleichmittel ist es unter Umständen auch gefährlich, wenn größere Mengen des Mittels beim Bleaching versehentlich geschluckt werden.

Wer Zahnaufheller für zu Hause verwendet, sollte die Anwendung ordnungsgemäß und sorgfältig durchführen, dann passiert auch nichts. Die korrekte Anwendung ist natürlich ein Muss, um ein Bleichmittel für die Zähne sicher zu benutzen. Das lesen der Bleachinganleitung ist schon deshalb empfehlenswert, damit man zum Schluss auch wirklich weiße Zähne hat. 

Gibt es Risiken und Nebenwirkungen?

Bei einer ausreichend hohen, aber eben nicht zu hohen Konzentration an Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid kommt es durch Zahnaufheller höchstens zu temporären Beschwerden wie einer kurzfristigen Überempfindlichkeit der Zähne oder leichten Zahnfleischreizungen.

Die erhöhte Sensibilität der Zähne verschwindet jedoch spätestens nach ein paar Tagen wieder. Zu gereiztem Zahnfleisch oder Zahnfleischentzündungen kommt es nur, wenn man sehr empfindliches Zahnfleisch hat und/oder das Bleichgel versehentlich auf das Zahnfleisch aufträgt. Hier kann man durch sachgemäße Anwendung etwaigen Nebenwirkungen von vornherein vorbeugen.

Es kann auch Sinn machen, das Bleichmittel nicht gleich auf allen Zähnen aufzutragen, sondern es erstmal nur ein oder zwei Zähnen zu testen und kurz abzuwarten. Ist man sich sicher, dass man nicht ungewöhnlich empfindlich auf das Zahnbleichmittel reagiert (keine allergische Reaktion, keine starke Überempfindlichkeit der Zähne, keine deutlichen Zahnfleischreizungen?), kann man mit dem Bleaching fortfahren und das Bleichmittel auf die übrigen Zähne auftragen.

Wer weiß, dass er besonders empfindliches Zahnfleisch hat, und dennoch seine Zähne bleichen möchte, nutzt am besten Produkte mit geringerer Wirkstoff-Konzentration und/oder ist besonders vorsichtig beim Auftragen des Bleichgels. Zahnbleichmittel sollte man außerdem unbedingt von den Augen und ähnlich empfindlichen Körperzonen fernhalten, um Irritationen zu vermeiden.

Zuhause mit Drogerieprodukten Zähne bleichen gefährlich?

Bei gesunden Zähnen ist eine Zahnaufhellung mit handelsüblichen, in Deutschland zugelassenen Zahnaufhellern unbedenklich.

Diese enthalten ausreichende, aber auch nicht zu hohe Mengen an Zahnbleichmittel. Die Höhe der Konzentration wurde in der EU geregelt. Wer zu Hause seine Zähne aufhellen möchte, geht vorher aber am besten erstmal zum Zahnarzt, um eine normale Kontrolluntersuchung durchzuführen. Bei bestimmten Zahnproblemen, muss man unter Umständen erstmal auf ein Bleaching verzichten, weil es sonst zu gesundheitlichen Problemen kommen kann oder das Bleaching schlicht und ergreifend nichts nützt.

Wer beispielsweise an Karies leidet, muss diesen zuerst behandeln, bevor man sich die Zähne bleichen kann. Und wer tote Zähne hat, kann diese mit handelsüblichen Bleaching-Produkten nicht heller machen. Bleaching-Produkte helfen nur bei externen Verfärbungen, bei internen Zahnverfärbungen, wie bei toten Zähnen, können diese Produkte nicht weiterhelfen. Bei toten Zähnen macht beispielsweise eine professionelle Bleichbehandlung mit der Walking Bleach Technik mehr Sinn, da diese interne Verfärbungen beseitigen kann.

Womit zu Hause Zähne bleichen?

Wir empfehlen die Zahnaufheller whitify und superweiss als Bleichmittel für den Heimgebrauch. Von whitify gibt es ein preiswertes Bleachingset mit einer Zahnschiene und einem LED-Aufhellungsgerät. Von superweiss gibt es einen preiswerten Zahnaufhellungsstift.

Beide Zahnaufheller lassen sich leicht anwenden, enthalten vernünftige Konzentrationen an Zahnbleichmittel und erfüllten im Test auch all unsere sonstigen Kriterien. So kann man beim whitify Bleachingset beispielsweise mit der Mundschiene eine hohe gleichmäßige Bleichwirkung  erzielen. Gleichzeitig aber auch Zahnfleischirritationen vermeiden, da das Bleachinggel in die Schiene gegeben wird und nicht direkt auf die Zähne aufgetragen wird.

Bevor sie ein Zahnbleaching durchführen, sollten sie zur Kontrolle zum Zahnarzt gehen, um dessen Rat einzuholen und gegebenenfalls auch erstmal eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen.